Backgammon spielen

Ein assistiertes Backgammon-Spiel.

Okt 16
Backgammon spielen Joachim Christ


Backgammon ist ein strategisches Würfel-Brettspiel für zwei Spieler und wird auf einem speziellen Backgammon-Brett gespielt. Die Spielsteine sind flache Scheiben und nutzen nur die markierten Positionen (»Points«) auf dem Spielbrett. Jeder Spieler besitzt 15 Spielsteine, die zu Beginn in einer vorgegebenen Aufstellung stehen. Diese Aufstellung ist auf mehrfache Weise symmetrisch. Ziel des Spiels ist es, alle eigenen Steine ins Ziel zu bringen.

Jeweils sechs Points bilden ein Feld. Das linke obere Feld wird in diesem Beitrag als “Heimfeld” von Weiß bezeichnet. Entsprechend gilt das linke untere Feld als “Heimfeld” von Schwarz. Die Festlegung der Heimfelder ist nicht vorgegeben. Beide liegen jedoch immer auf der selben Seite des Spielbretts.

Das Spiel umfasst zwei Phasen. In der ersten Phase werden die Spielsteine von ihrer jeweiligen Ausgangsstellung ins eigene Heimfeld gezogen. In der zweiten Phase ziehen die Spielsteine vom eigenen Heimfeld aus dem Brett hinaus “ins Ziel”. Diese Phase wird auch als “Abtragen” bezeichnet. Das Abtragen ist nur dann erlaubt, wenn sich alle eigenen Steine, die noch nicht ins Ziel gelangt sind, im Heimfeld befinden.

Die Zugrichtung der Steine ergibt sich zwangsläufig aus der Festlegung der Heimfelder und beide Parteien ziehen immer “auf dem langen Weg” ins eigene Heimfeld. Die Wege der Spielsteine beider Parteiern sind demnach gegenläufig und kreuzen sich.

Die Spieler ziehen reihum. Das Los entscheidet, wer beginnt. Der Spieler würfelt mit zwei Würfeln. Er zieht für jeden Würfel mit der Augenzahl, die dieser angibt. Wird ein Pasch gewürfelt, zeigen also beide Würfel die gleiche Zahl, so darf diese Augenzahl viermal gespielt werden.

Jede Augenzahl kann mit einem beliebigen eigenen Stein gezogen werden. Es ist erlaubt, beide gewürfelten Zahlen mit demselben Stein zu ziehen. Die Augenzahlen werden jedoch nicht addiert, sondern einzeln gezogen. Die Augenzahl eines Würfels darf auch nicht auf mehrere Spielsteine aufgeteilt werden.

Im Falle eines Paschs kann also im Extrem viermal derselbe Stein gezogen werden, oder es können im anderen Extrem vier Steine um die gewürfelte Augenzahl bewegt werden. Jeder Zug muss jedoch regelkonform erfolgen; ist dies nicht möglich, verfällt der Zug.

Ein weißer Stein, der das eigene Heimfeld noch nicht erreicht hat, zieht so viele Felder gegen den Uhrzeigersinn vor, wie die Augenzahl angibt. Schwarze Spielsteine ziehen demgegenüber im Uhrzeigersinn. Ein Zug ist jedoch nur erlaubt, wenn das Zielfeld entweder frei ist, dort nur eigene Steine stehen oder auf dem Zielfeld genau ein gegnerischer Stein steht. Sollten sich am Zielfeld zwei oder mehr gegnerische Steine befinden, ist das Feld gesperrt und kann nicht betreten werden. Befindet sich am Zielpoint nur ein gegnerischer Stein, so wird dieser geschlagen.

Wurden einem Spieler Steine geschlagen, so müssen diese zurück ins Spiel gebracht werden, bevor der Spieler mit anderen Steinen weiter vorrücken darf. Derart erneut ins Spiel zu bringende Steine werden im gegnerischen Heimfeld gemäß der gewürfelten Augenzahl ins Spiel gebracht und müssen zunächst ins eigene Heimfeld vorrücken, bevor weiter abgetragen werden darf. Auch beim Einsetzen von Spielsteinen können gegnerische Steine geschlagen werden.

Befinden sich alle verbliebenen Spielsteine im eigenen Heimfeld, werden sie abgetragen. Dies bedeutet, dass sie aus dem Spielfeld heraus gezogen werden. Überzählige Schritte verfallen dabei. Jedoch müssen zuerst Spielsteine im Heimfeld innerhalb des Heimfeldes vorrücken, bevor ein bereits weit vorgerückter Spielstein aus dem Feld hinauszieht.

Es gewinnt derjenige Spieler, der zuerst alle seine Spielsteine ins Ziel gebracht hat.

Besonderheiten: Ist es nach dem Würfeln zwar möglich, mit den Augenzahlen beider Würfel zu ziehen, aber nicht möglich, nach dem Ziehen des ersten Steins den zweiten auch regelkonform zu ziehen, so muss die größere Augenzahl gezogen werden.


Die schwarzen Spielsteine werden von einem Spiel-Assistenten automatisch gespielt.

Die weißen Spielsteine können per Drag & Drop bewegt werden. Ebenso werden sie durch Drag & Drop ins Spiel bzw. ins Ziel gebracht.

Spielzüge der weißen Spielsteine werden insoweit übernommen als es nur eine regelkonforme Zugmöglichkeit gibt. Durch Doppelklick eines weißen Spielsteins spielt der Assistent diesen.

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